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Karte / mappa


Maggiatal  / valmaggia

Das Valmaggia ist das grösste Tal im Tessin. Vom Lago Maggiore aus zieht es sich bis in die Alpen hoch. Mit diesem Höhenunterschied, von der Sohle bis zum Scheitel, ist es einer der grössten in der Schweiz. Das Haupttal teilt sich weiter oben in mehrere grosse Seitentäler. Diese teilen sich weiter in nicht minder interessante kleinere Nebentäler.

 

Die vier wichtigsten abschnitte sind; das untere Valmaggia, das Rovanatal das Bavonatal und das Lavizzaratal.


Das heutige Profil entstand durch starke Gletschererosionen während der Eiszeit. Teilweise ist der Talboden auf der ganzer Breite mit Geröll-Geschiebe bedeckt. Der Fluss sucht sich fortwährend neue Wege um abzufliessen. Kiesbänke die selten überschwemmt werden sind oft mit Pflanzen überwachsen. Dieser Bewuchs legt sich bei Hochwasser hin und zeigt sich später wieder fast unbeschadet.  Diese Hochwasser treten bei starken Regenfällen auf. Erdrutsche und Verfrachtungen grosser Geschiebemengen sind die Folge. 

 

Die Bewohner des Tales mussten früher wie auch heute mit dieser Situation zurecht kommen. Strassen und Dörfer wurden so platziert, dass ein Leben mit der Natur möglich war und ist. Man hat sich arrangiert.

 

Früher war nur ein hartes und entbehrungsreiches Leben im Tal möglich. Etwas Ackerbau, Handwerk, Weinbau oder Viehzucht war möglich. Im Sommer wurden die Alpen mit dem Vieh noch bewirtschaftet. Heute trifft dies nur noch vereinzelt zu.

 

Dieses karge Leben liess den Wunsch zur Auswanderung keimen. Einige Talbewohner erlagen dem Ruf der Ferne und folgten der Hoffnung auf ein besseres Leben. Diese Reisen gingen teils bis nach Übersee. Die Früchte einiger Rückkehrer sind heute noch in den Dörfern zu sehen. Sie bauten sich schöne Gärten und mehrstöckige Wohnhäuser mit reich verzierten Fassaden dazu.

 

Eingangs des Maggiatals kommen heute einige Gemeinden in den Genuss von Neuzuzügern. Die Nähe zum Grossraum Locarno und die heutige Mobilität macht dies möglich. 

 

Der Tourismus stellt heute nebst Handwerk und Rohstoffgewinnung, wie Granit und Marmor, das Hauptfeld der Einkommensquellen dar. Die Stromerzeugung durch Wasserkraft ist heute sicherlich auch ein Hauptema.

 

Das Tal wird heute zum grossen Teil zur Erhohlung in der Natur aufgesucht. Beim Duchstreifen der Täler erscheint dem Betrachter das kulturelle Erbe auf Schritt und Tritt. Auf dem Pfad dieser Spuren kann man heute in eine faszinierende und spannende Reise aus einer anderen Zeit eintauchen .


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